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Der Ort Heddert wird erstmals erwähnt in einer Urkunde des 12. Jahrhunderts, nach der Erzbischof Egbert von Trier dem St. Paulinstift in Trier im Jahr 981 aus dem ihm zugefallenen Benfizium des Grafen Luothard Besitz in "Hederichsrode" gegeben hätte. Trotz dieser frühen Erwähnung blieb Heddert immer ein kleine Dorf, das im Schatten des Pfarrortes Schillingen liegt und mit diesem eng verbunden ist. Das Dorf ist klein und überschaulich, ländlich geprägt. Mitten im Dorf steht die Kapelle mit einem Dorfbrunnen. Auf der anderen Straßenseite das neue Gefallenen-Ehrenmal mit Dorfplatz, wo alljährlich die Laurentius-Kirmes gefeiert wird. Daneben steht das neue Feuerwehrhaus und das Bürgerhaus "Haus Helena", das nach seiner letzten Besitzerin, Helena Hutmacher, benannt ist. Ein Dorf, wo man sich kennt, wo man sich grüßt, wo jeder aufgenommen ist; ein kleines Hochwalddorf, das der Zukunft aufgeschlossen ist. Wir sind stolz auf unsere Traditionen und pflegen die verschiedenen Brauchtümer gerne. Die verschiedenen kulturellen Vereinigungen unserer Ortsgemeinde zeigen, dass auch die Bürgerschaft der Geschichte ein ehrendes Andenken bewahrt. Der nachfolgende Text zeigt Ihnen den Beginn sowie die Gegenwart unserer Ortsgemeinde. Wie es zu dem Ortsnamen Heddert
kam, ist bis heute noch nicht geklärt. Er könnte von der Schlingpflanze
"Hedera", die früher an verschiedenen Häusern wuchs oder von
dem Wort "Heiden" abgeleitet sein. Die Chronik berichtet aber
auch von einem "Hederichsrode", das im Jahr 980 durch den
Erzbischof Egbert dem Stift St. Paulin zurückgegeben wurde.
Die Mitte der 80er Jahre eingeleitete Dorferneuerung hat Heddert ein neues Erscheinungsbild gegeben. Machte der Ort vorher eher einen verschlafenen Eindruck, so wurde Heddert schnell ein modernes aufgeschlossenes Dorf. Im Zuge des Ausbaues der L143, die durch die Ortslage führt, wurde vor allem der Ortsmittelpunkt neu gestaltet. Die Kapelle wurde renoviert und erhielt einen neuen Außenputz. Der Brunnen mit Vorplatz an der Kapelle wurde neu angelegt. Gegenüber der Kapelle wurde das landwirtschaftliche Anwesen Jäckels gekauft und anschließend abgerissen. Hier entstand das neue Gefallenen-Ehrenmal mit Dorfplatz. Daneben das neue Feuerwehrgerätehaus mit Schulungsraum. Das Bürgerhaus "Haus Helena", benannt nach seiner letzten Besitzerin Helena Hutmacher, schließt sich an. Heute stellt sich die Ortsgemeinde als attraktives Eingangstor zum Hochwald dar. Inmitten des Naturparks Saar-Hunsrück liegt die Gemeinde in einer reizvollen Mittelgebirgslandschaft. Heddert ist Teil der Gebietskörperschaft der Verbandsgemeinde Kell am See, bestehend aus den Ortsgemeinden Baldringen, Greimerath, Heddert, Hentern, Kell am See, Lampaden, Mandern, Paschel, Schillingen, Schömerich, Vierherrenborn, Waldweiler und Zerf. Die Verbandsgemeinde Kell am See ist in ihrem heutigen Zuschnitt bei der Verwaltungsreform im Jahre 1970 aus sechs Gemeinden gebildet worden und stetig gewachsen. Der Verbandsgemeindebezirk war vor dem 2. Weltkrieg fast ausschließlich land- und forstwirtschaftlich strukturiert. Nach dem Krieg vollzog sich durch Industrie- und Gewerbeansiedlungen, durch starke Vermehrung des Handels, des Gewerbes und der Dienstleistungsbetriebe und nicht zuletzt durch die Entwicklung des Fremdenverkehrs ein Strukturwandel, so dass die Verbandsgemeinde Kell am See heute einen gesunden, eigenständigen Wirtschaftsraum darstellt. Industrie und Gewerbe, Fremdenverkehr sowie Land- und Forstwirtschaft bilden heute auch in Heddert die existenziellen Schwerpunkte.
Rund 272 Einwohner zählt die Ortsgemeinde Heddert derzeit. Dem Besucher bietet sich das Bild einer modernen Ortsgemeinde. Im benachbarten und freundschaftlich verbundenen Schillingen, befinden sich neben den üblichen Infrastruktureinrichtungen auch zahlreiche öffentliche Einrichtungen wie z.B. Kindergarten, zweizügige Grundschule, Kirche, Pfarrheim, Mehrzweckhalle, Spielplätze sowie Sportanlage mit Tennisplätzen. Mit Recht können die Bürger Hedderts auch stolz sein auf ein gut ausgebautes und interessantes Rad- und Wanderwegenetz. Nicht zuletzt der, in der Nähe liegende Schillinger Stausee, zieht den Besucher mit wunderschöner Idylle in seinen Bann und lädt zum Verweilen ein. Das nahe gelegene moderne Freibad "Hochwald" bietet einen hohen Freizeitwert und läst keine Wünsche offen. Die moderne und neu ausgebaute Sportplatzanlage zwischen Heddert und Schillingen, hält neben einem gepflegten Rasen- und Hartplatz auch eine geräumige Tennisanlage vor.
(Unsere Aufnahme zeigt Heddert im Jahre 2007) Die Laurentius-Kapelle zu Heddert In der Felsenlinie Seiferingstein, Hedderter Wacken, Fleschfelsen und Zuckerhut auf dem Raukopf liegt mitten im Dorfe Heddert ein kleiner Felsen. Direkt dahinter fließt der Neugretzbach (Kapellenbach) vorbei, der das Dorf in das Oberdorf und Unterdorf teilt. Wahrscheinlich stand schon früher hier eine kleine Kapelle bzw. ein Opferaltar. Im Jahre
1801 (Anno 1801" steht auf dem Türsturz des Einganges der Kapelle)
erbaute die Im Jahre 1929 wurde an der linden Seite eine kleine Sakristei (4 x 4m) angebracht. Diese Sakristei ist aus Tuffsteinen erbaut, die zu der damaligen Zeit am Pluwigerhammer hergestellt wurden. Die Sakristei hat ein Fenster nach Osten, rund verputzt, mit einem Sandsteinsockel. Bedingt durch die Anlage einer Tür von der Kapelle zur Sakristei wurde das linke vordere Fenster zugebaut. Im oberen Teil befindet sich jetzt eine Heiligenfigur-Nische. Die Kapelle ist 10 Meter lang und 6 Meter breit. Der Dachreiter ist 13,50 Meter hoch. (Quelle: Kath. Pfarramt Schillingen) Patron Laurentius - Laurentiusfigur - Gotisches Kreuz Patron der
Kapelle und somit des Dorfes ist der hl. Laurentius. Laurentius war
Erzdiakon des Papstes Sixtus II. Er starb nach der frühen Überlieferung
am 10. August 258 zusammen mit Nach dem Sieg über die Ungarn auf dem Lechfeld am 10. August 955 erlebte die Verehrung in Deutschland eine Hochblüte. In der Hedderter-Kapelle steht auf der rechten Seite auf einer Konsole die Figur des hl. Laurentius, eine Holzfigur aus der Barockzeit, Höhe 72 cm. Die Figur gehört zum bäuerlichen Barock, sie entstand um 1700. Der Diakon Laurentius trägt über einer faltenreichen Albe das Diakonsgewand, vorne ein großes Malteskreuz. An der rechten Seite trägt er die Stola und am linken Arm das Manipel. In der rechten Hand trägt er erhoben die Siegespalme zum Zeichen, dass er den Martyrertod erlitten hat, in der linken Hand einen großen Rost, auf dem Laurentius geröstet worden sein soll. Auf der Rückseite steht geschrieben: "Renoviert im Jahre 1857 unter dem Ortsvorsteher Peter Raul". Da der Holzwurm und die Zeit stark an dieser Figur nagten, wurde sie 1984 durch den Restaurator Nauert aus Gutental wieder renoviert. Die Kosten von 1.930,- DM übernahm die Frauengemeinschaft Schillingen-Heddert. Ältestes Stück der Kapelle ist ein gotisches Kreuz. Es hat eine Höhe von 80 cm. Es stammt aus dem 15. Jahrhundert. Der Korpus drückt die Schmerzen des Gekreuzigten aus und auch die Schmerzen der Kreuzträger der damaligen Zeit, als die Pest ganze Landstriche entvölkerte. Das Kreuz wurde im Jahre 1985 von dem Restaurator Nauert renoviert und erhielt hierbei auch zwei neue Kreuzbalken. Es hängt jetzt über dem Eingang der Kapelle. Vor der Restaurierung hing es im Pfarrbüro in Schillingen. (Quelle: Kath. Pfarramt Schillingen) Der barocke Altar Wahrscheinlich durch die Vermittlung des geistlichen Professors und Domherrn Meyer, der aus Heddert stammte, kam nach der Säkularisation, die die Aufhebung aller Klöster bedeutete, ein hübscher kleiner barocker Altar (wahrscheinlich Seitenaltar aus der aufgelösten Benediktinerabtei St. Maximin, Trier) nach Heddert. Der
Altartisch (Antependium) ist geschmückt von zwei reich verzierten
Wappenkartuschen, belegt mit Helm, Helmzier und Wappendecke, stehend in
einem abgegrenzten Feld, unterteilt von einem Blumendekor. Auf der linken
Seite (vom Betrachter aus gesehen) ist das Wappen das Mannes. Es zeigt im
blauen Feld drei goldene Sterne in der Anordnung 2:1. Es ist das Dieser Barockaltar wurde 1973 zu einem Preis von 6.860,- DM von dem Restaurator Nauert renoviert. Hierzu gaben das Landesamt für Denkmalpflege und das Diözesankonservatoramt einen erheblichen Zuschuss. (Quelle: Kath. Pfarramt Schillingen) Mein Hedderter Kapellchen Wo der Hochwald mit am schönsten
ist, Wo der Blick reicht weit übers
Trierer Land, Da liegt Heddert, bescheiden und
klein, Rundherum grüne Wiesen und bunte
Felder, Mitten drin mein Kapellchen fein, Viel gibt es hier zu schauen und
zu gucken, Der Laurent hält stolz seinen
Rost in der Hand. Die Madonna trägt ihr Kind auf
dem Arm, Geh ich dann raus, mach ich ein
Kreuzzeichen, Am Brunnen spielen Kinder, die
Sonne lacht, Ich weiß mich mit meinem
Kapellchen in Gottes Hand, Hör ich sein Glöckchen, weiß
ich, ich bin zuhaus. (Quelle: Kath. Pfarramt Schillingen) Das "Hedderter-Lied" Entstehung von Heddert Als Gott der Herr die Welt
erschuf mit all den Menschen Drauf Heddert ein Dörflein im schönen
Hochwaldland, inmitten von Wiesen und Da liegt er nun, der kleine
Fleck, umringt von Wald und Flur, Als Heddert dann im Sturm der
Zeit von seinem Glanz verlor, Als Gott der Herr nun eingesehen,
was mit ´ner handvoll Lehm Wer Heddert seine Heimat nennt,
der kann zufrieden sein; (Text: Lothar Götten, Schillingen)
Heddert, das Herz des Hochwalds
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